Die gesetzliche Rente: Wie sicher ist unsere Rente?

Der größte Teil der Bevölkerung hat als Altersabsicherung nur die gesetzliche Versorgung. Fast 90 % der Erwerbstätigen haben Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Hinzu kommt, dass die Deutsche Rentenversicherung weitere Leistungsverpflichtungen hat: wie z.B. die Erwerbsminderungsrente, die Witwen- bzw. Witwerrente sowie die Waisenrente als auch die Rehabilitationsleistungen und Unfallrenten.

Derzeit läuten die Nachrichten gute Zeiten an, die Sozialversicherungen haben Überschüsse erwirtschaftet, sowohl in der Rentenversicherung als auch in der Kranken- und Pflegeversicherung. Nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes erzielten die Sozialversicherungen im Jahr 2013 einen Überschuss von knapp 6 Milliarden Euro. Die Rentenbeiträge wurden von bisher 19,9 % auf 18,9 % gesenkt, weitere Senkung ist nicht festgelegt. Die Anpassung der gesetzlichen Renten steht auch schon fest: Zum 1.Juli 2014 sollen die gesetzlichen Renten in den alten Bundesländern um 1,67 % und in den neuen Bundesländern um 2,53 % steigen. Na super, was haben wir da noch zu befürchten? ­ Der Staat bringt uns wie immer wieder durch. Wirklich?

Doch wie sicher sind die Renten? Und vor allem: Reichen diese Erhöhungen aus, um die erhöhten Ausgaben der Rentner aufgrund der im Jahr 2005 eingeführten Abgabenverpflichtung ausreichend zu decken?

Dazu möchte ich zunächst etwas ausholen.

Die Rentenversicherung funtkioniert nach dem Umlageverfahren und basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Das heißt: Die von den Erwerbstätigen aktuell eingezahlten Beiträge werden unmittelbar als Renten an die heutigen Rentner ausgezahlt. Die heute erwerbstätige Generation erwirbt durch ihre Beitragszahlungen den verfassungsrechtlich geschützten Anspruch von der nachfolgenden Generation im Alter, ebenfalls auf diese Weise versorgt zu werden. Damit das System auch dauerhaft funktioniert, muss gewährleistet sein, dass immer genügend Erwerbstätige vorhanden sind und in die Rentenversicherung einzahlen. ­ Und genau das ist derzeit nicht gegeben!

Bisher fielen auf einen Rentner ca. 4-5 Beitragszahler, d. h. 4-5 Personen konnten die Rente eines Rentners mit wenig bzw. geringen Mitteln stellen. Nach aktuellen Informationen der Deutschen Rentenversicherung fallen derzeit 3 Beitragszahler auf einen Rentner, d. h. die Beitragslast der Erwerbstätigen wird dadurch höher. Eine genaue Aufstellung hierzu finden Sie auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung unter folgendem Link und dem Auszug aus „Rentenversicherung_in_Zeitreihen“.

Dies lässt sich auf den starken Rückgang der Geburtenrate seit Ende der 1960er-Jahre zurückführen. Seither liegt die Geburtenrate immer unterhalb der Sterberate. Somit nimmt die Zahl der Rentenempfänger von Jahr zu Jahr zu, während die Zahl der Beitragszahler von Jahr zu Jahr abnimmt.

Nach der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2009, ist ein Rückgang der Bevölkerung um etwa 9 % auf 74,6 Millionen bis zum Jahr 2050 zu erwarten. Im selben Zeitraum verdoppelt sich der Altenquotient (= Personen im Rentenalter ./. Personen im erwerbsfähigen Alter von 20-64 Jahren) von derzeit etwa 34 % auf 61 %. Die Zahl der erwerbsfähigen Personen geht um mehr als 20 % um etwa 11 Millionen zurück. Das bedeutet, dass das Verhältnis der Rentenempfänger zu Beitragszahlern von derzeit 1:3 sogar auf 1:2 oder 1:1 zurückgehen wird. Das wiederum bedeutet, dass die Höhe der Rente von derzeit (durchschnittlich) 1.100 Euro pro Rentner auf ca. 800 bis 400 Euro monatlich zurückgehen wird. Schon heute leben viele Rentner, insbesondere Witwen, von einer monatlichen Rente zwischen 400 bis 600 Euro. Diese Rentner können ohne einen Zuschuss vom Sozialamt und/oder einer Nebentätigkeit nicht auskommen.

Die Bundesregierung hat kürzlich die „Rente mit 63“ und die „Mütterrente“ festgelegt. Diese werden aus Beitragsmitteln finanziert. Das bedeutet, dass die finanzielle Belastung der Deutschen Rentenversicherung wieder zunehmen wird. Außerdem wurde der Beitragssatz der DRV gesenkt und die Renten erhöht. Es ist naheliegend, dass dieses System bald an seine Grenzen stoßen wird, trotz optimistischer Aussagen und Haltung der Politiker.

Glauben Sie, dass Sie im Alter in Ruhe Ihren Lebensabend genießen können?

Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Quellen:

HRI-Prognos-Studie (Studie zur Altersvorsorge von Handelsblatt und PROGNOS)
12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung
Auszug aus der Broschüre „Rentenversicherung in Zeitreihen“ der DRV

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März 14, 2014

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